Kymco Maxxer 300 (VIDEO)
Klein aber oho
Kymco hat mit seiner optisch noch sportlicher getrimmten 300er die gute Vorlage des Modells KXR 250 erfolgreich fortgesetzt.
Wirklich neu ist neben der jetzt noch aggressiveren Front nur die Motorgröße des flüssigkeitsgekühlten Einzylinders. Plus 22 Kubik bringen insgesamt 2 Ponys und 2 Newtonmeter mehr Drehmoment. Die gewohnten Parameter wie Automatikantrieb, gute Verarbeitungsqualität, einfaches Handling und gesundes Preis-Leistungsverhältnis mit zwei Jahren Werksgarantie vermisst man auch bei der Maxxer 300 nicht. Gegenüber ihrem Vorgänger KXR 250 – die ist jetzt für 4.995,- Euro zu haben - hat sich auch der Einstandspreis nicht erhöht. 5495,-Euro kostet die Maxxer 300. Will man die 300er überwiegend auf der Straße einsetzen, so gibt es als Zubehör vom Importeur einen Radsatz mit Alufelgen, Distanzscheiben und Teilegutachten für 1.164,90 Euro Aufpreis vom Importeur MSA in Weiden. Empfehlenswert sind auch der Drehgasgriff (25,90 Euro) sowie der Gepäckträger (89,-Euro). Unser Testmodell war mit Geländereifen sowie dem Gepäckträger ausgestattet.
Insgesamt haben wir mit der Maxxer 300 1.600 Testkilometer abgespult. Es gab keine Probleme. Lediglich die Kette musste einmal nachgespannt werden. Mit der Extenderverstellung ein dreiminütiges Kinderspiel. Wie beim Vorgänger KXR kommt man mit der 300er ruckzuck zurecht. Beim Anzug ist das Powerplus gegenüber der Vorgängerin KXR 250 deutlich zu spüren. Zwar haut es einen nicht von der Sitzbank doch mit Genuss stellen wir eine größere Agilität fest. Der Einzylinder schiebt die Maxxer bis zu einer Vmax von 83 km/h nach vorne. Dann ist Schluss. Leider. Der Geradeauslauf ist exzellent und hätte locker die 100 km/h und mehr vertragen. An der Vorderachse ist uns die Kymco etwas zu schmal gehalten. Und das macht sich beim schnellen Kurven bemerkbar. Die Maxxer muss hier körperbetont sprich mit ordentlicher Gewichtsverlagerung durch die Asphaltkehren getrieben werden. Auf losem Untergrund ist das nicht mehr so stark von Nöten. Prima triftet die Maxxer hier.
Nicht zuletzt wegen der Stollenreifen die On- wie OffRoad keinen Grund zur Klage bieten. Während der Entschleunigung gibt sich das Bremspaket der Kymco bissig. Der Fußbremshebel wirkt bei der Kymco integral auf alle drei Scheibenbremsen gleichzeitig. Gefallen hat uns vor allem die obendrein getrennt mögliche Betätigung der Vorder- und Hinterradbremse durch zwei Hebel am Lenker. Anstellen in der Kurve, schnelle 180 Grad Wendungen auf der Stelle und viele andere Spaßfahrmanöver sind so möglich. Davon haben wir reichlich bei unseren Dreharbeiten Gebrauch gemacht.
Bei unserem Sprintversuch knackt die Maxxer die 70 km/h Grenze nach 9 Sekunden. Knappe 5 Sekunden später erreicht sie ihre Höchstgeschwindigkeit von 83 km/h. Der Verbrauch liegt bei gemäßigter Fahrweise bei rund 6 Litern auf 100 km. Lässt man es sportlicher angehen steigt der Verbrauch um einen Liter an.
Die Federung geht für den Otto-Normal-Einsatz voll in Ordnung. Der Sprung von einer Laderampe (siehe Film) übersteht die Maxxer tadellos – auch nach den insgesamt 12 Durchgängen die wir brauchten bis die Einstellung im Kasten war. Wenn das Fahrwerk noch härter rangenommen wird ist ein Umstieg auf Aftermarket Produkte unumgänglich. Vor allem die beiden Dämpfer vorne stehen zuerst auf der Liste.
Fazit:
Die Kymco Maxxer ist wie ihre Vorgängerin KXR 250 ein gelungenes Einsteiger Quad. Spritziger Motor, bissige Bremsen, tolles Aussehen sowie die klasse Verarbeitung stehen in einem sehr guten Verhältnis zu den Anschaffungskosten. Dazu kommen noch die günstige Finanzierung, das größte Händlernetz Deutschlands und die zweijährige Garantie, die Kymco auf alle seine Neufahrzeuge gibt. Einziger Wermutstropfen: Für uns könnte die Spur vorne und auch hinten bei schneller Gangart breiter sein. Distanzscheiben schaffen hier aber eine schnelle Abhilfe.
Text und Fotos: Stefan Herbst
Get the Flash Player to see this player.






