Polaris Outlaw 525 (Video; DSL und ISDN)
Jetzt noch wilder

Polaris präsentiert mit der Outlaw 525 eine Steigerung in Sachen Sportquad. Seit kurzem wird die 525er auf die Menschheit losgelassen. Bringt die neue Outlaw wirklich mehr?
Wir haben dazu drei User von QUADJOURNAL eingeladen mit die ersten Fahreindrücke zu sammeln. In der Nähe von Ursensollen, dem Sitz der KTM-Sportmotorcycle GmbH, die auch für den Vertrieb von Polaris ATVs und Quads verantwortlich zeichnet, ging es auf einem Testgelände zur Sache. Von Buckelpiste über Sprung und bis hin zu engen Waldpassagen sind wir alles gefahren.
Andreas 
+ potenter Motor (allerdings neigt die Outlaw dadurch leicht zum Hochsteigen mit dem Standardfahrwerk), Neutral war schwer zu finden
+ Maxxis Reifen als Standard
+ breiter Lenker (mehr Lenkkraft, bessere Kontrolle als bei schmalem Lenker wie z.B. bei LTZ)
+ Vergaser Keihin MX-FCR als Standard (ich hab noch das Vorgängermodell und da ist die Beschleunigerpumpe offen, wenn zuviel Dreck hinkommt macht sie dicht, beim MX-FCR ist sie innen drin und es kann nix passieren)
+ kein Mikuni-, Edelbrock- oder sonstiger “Vergaser-Schmarrn”
+ Beinbewegungsfreiheit um den Tank herum (ich bin groß aber hatte das Gefühl, dass meine Knie genug Platz haben)
+ mir hat es den ganzen Tag beim Springen nicht einmal die Hand verrissen/gestaucht bei schiefen Landungen (in dieser Hinsicht dürfte das IRS der Grund sein)
- Plastikverkeidung windig, Kotflügel-Plastik viel schwächer als bei LTZ, wirkte leichter zerbrechlich
- sehr viel Torx-Schrauben, normal erwartet man Sechskant, Imbuss oder Kreuzschlitz (nicht jeder hat ein Torx-Schraubenzieher-Set)
- Kettenschloss ging auf
- mir persönlich war der Fußbremshebel zu wackelig
- starkes Ausschlagen des Hecks (vordere Dämpfer gingen, aber hintere zu straff; Anmerkung Redaktion:Einstellungsache)
- Magura Hydraulik Kuppling nicht wirklich leichtgängig (da ist die Seilzugkupplung meiner LTZ ein Traum!)
- auch wenn ich persönlich nur auf Cross und Wettbewerbsfahrzeuge ausgerichtet bin: derartig intensive Wartungsintervalle wie bei dem KTM-Motor schrecken mich aus finanzieller Sicht
+/- wie ich das IRS einordnen soll, darüber bin ich mir nicht ganz im Klaren. Aber mir kommt es so vor, als wenn ein Quad mit komplettem Elka-Fahrwerk ebenso gut Unebenheiten schluckt wie das IRS
Marco
+Der Motor ist topp sehr agil und sehr viel Kraft
+Die Schaltung ist auch sehr präzise ohne zu haken (bis auf den schwer zu findenden Rückwärtsgang)
+Die Federung vorne ist Gut schluckt sehr gut Belastungen von Wellen und Sprünge
+Die Lenkung und das Handling der 525 Outlaw ist hervorragend
+Die Bremsen sind ausgezeichnet bis auf den Hinteren Sattel der bei unserem Testmodell nicht ganz freigängig war warum auch immer
+Die Optik finde ich sehr gelungen nur schade um den schönen Grafikkit der nach der Testfahrt schon sehr mitgenommen aussah
-hinten ist Nacharbeit gefordert: Die verbauten Dämpfer sind nur was für den Eisdielenfahrer, für mich sie sind zu hart fürs Crossen
Alles in allem ist die Maschine wenn etwas Nacharbeit geleistet wird sehr gut.
Micha
Positiv
Lenkung: Trotz fehlendem Lenkungsdämpfer fährt sich die Outlaw sehr stabil, gibt nur wenig Schläge an den Fahrer weiter und ist einfach zu lenken. Ich weiß für mich nicht genau ob es am Lenkungssystem alleine liegt oder in Verbindung mit der hinteren Einzelradaufhängung.
Daumengas: Positiv ist mir das Daumengas aufgefallen. Ich bin zwar eingefleischter Drehgas-Fahrer, trotzdem bin ich mit dem Daumengas sehr gut zurecht gekommen.
Einzelradaufhängung: Die hintere Einzelradaufhängung ist besonders im Endurobereich super zu gebrauchen. Aus meiner IGE-Erfahrung heraus würde die mir auch sehr an meinem Quad gefallen.
Bei den Baja Rennen kennt man die Strecke gar nicht und versucht trotzdem ein hohes Tempo zu fahren. Plötzlich auftauchende Felsbrocken, denen man nicht mehr ausweichen kann, schlagen oft am Unterfahrschutz ein und können erheblichen Schaden anrichten. Bei uns hat es beim letzten Rennen den Schutz irgendwann weg- und die Schrauben unten aus der Schwinge rausgerissen. Team Alskom ist komplett ohne Schutz gefahren mit dem Ergebnis das in der letzten Runde die Schwinge durchgebrochen ist. Mit der Outlaw muss man schon einen großen Stein finden, um im wahrsten Sinne des Wortes auf diese Problem zu stoßen. Allerdings sollte man Hindernisse mit der Outlaw mittig überfahren, sonst sind die hinteren A-Arms wegen fehlender Schutzplatten gefährdet.
Ein weiteren Vorteil der Einzelradaufhängung und ihrer besseren Traktion sehe ich in verwinkelten Passagen. Mehrere versetzte Löcher sind mit einer Starachse schwerer zu nehmen. Das Quad mit einer Starrachse reagiert hier nicht mehr so gut auf die Lenkung. Bei zerfahrenen Steilauffahrten hilft die bessere Traktion der Hinterräder der Outlaw erheblich die Auffahrt problemloser zu meistern. Beim Springen fängt die Einzelradaufhängung schiefe Landungen viel besser ab. Den im Film befahrenen Waldweg mit vielen Wurzeln fährt man sehr ruhig. Ein Starrachsen Quad springt hier mit dem Heck viel mehr hin und her.
Motor: Hat von unten heraus viel Drehmoment (mehr als bei einer originalen YFZ)und zieht in allen fünf Gängen sauber nach vorne. Er lässt sich trotz der Power gut beherrschen. Aufgrund der Sportcharakteristik des KTM-Motors muss man viel schalten, um das Aggregat bei Laune zu halten. Die Outlaw war für mich relativ kurz übersetzt. Ich habe das Quad auf einem langen Waldweg ausgefahren und ein sechster Gang täte ihr gut. Den Rückwärtsgang würde ich deshalb ausbauen und den sechsten Gang dafür wieder aktivieren. Die Endgeschwindigkeit schätze ich so auf 120km/h. Ein bisschen wenig finde ich z.B. für eine Baja.
Gewicht: Trotz des Mehraufwands der hinteren Federung spürt man das Mehrgewicht gegenüber einer YFZ kaum. (A.d.R.: Leergewicht YFZ 159 kg, Outlaw 179 kg)
Bremsen sind sehr stark und gut zu dosieren. Prima, dass sie schon vom Werk aus mit Stahlflex-Leitungen ausgestattet sind.
Sonstiges: Die Sitzposition vermittelt mir ein gutes Gefühl und die Bedienelemente waren auch einfach zu bedienen. Für eine hydraulische Kupplung war die Magura nicht besonders leicht zu bedienen.
Negativ:
Für mich ganz klar die schlechte Abstimmung der Hinterachsfederung und die billigen nicht zu verstellenden Dämpfer. Vorne arbeitet die Federung der Achse sehr gut aber die viel zu harte Federung hinten lässt das Heck schnell unkontrolliert ausbrechen A.d.R.: in unserem Film sieht man das bei dem leichtesten Fahrer Marco sehr gut) und kann einen im schlimmsten Fall nach vorne abwerfen.
Die Bremse hinten hat keinen Ausgleichbehälter und verkraftet so Überhitzung nicht besonders gut. Das Plastik ist sehr wackelig, besonders die vorderen Kotflügel. Wenn da mal Matsch dranhängt bekommt man schnell Probleme mit der Stabilität.
Den Leerlauf zu finden erweist sich als fast unmöglich. Das ist mir nur ein einziges Mal gelungen obwohl ich es mehrfach probiert habe. Der Schaltgummi ist auch nicht so ideal. Er hat sich schon nach kurzer Zeit verabschiedet
Der flüssigkeitsgekühlte KTM-Motor bringt 54 PS aus 510 Kubik Hubraum. Von den orginalen 6 Vorwärtsgängen bleiben 5 übrig. Der R-Gang wird am Lenker aus dem ersten Gang geschaltet. 0,8 Liter mehr Öl fasst das Motorgehäuse durch entsprechende Erweiterungen.
Polaris bietet das einzige serienmäßige Quad mit Einzelradaufhängung (IRS) an. Konzipiert für die GNCC-Enduroserie in den USA bietet das IRS-System neben dem größeren Komfort auch eine durchgehende Bodenfreiheit von 27 cm bei Fahrten über Stock und Stein.
Versprochen hat man eine leichtgängigere Bedienung. Einen echten Unterschied in Sachen leichter zu herkömmlichen Seilzügen haben wir nicht feststellen können. Lediglich das Nachstellen entfällt.

DSL-Version
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ISDN-Version
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