QUADjournal

Neues vom orangen Kampfgeschwader (ausführliche Fotoshow)

Doch nicht Ready to Race

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Die bekannte amerikanische Renngröße Tim Farr bestritt am letzten Wochenende das erste Quadrennen in der Extreme Dirt Track Serie (EDT) mit einem der neuen KTM-Quads. Ergebnis: Siegerpodest, Platz Eins.

Da die beiden neuen KTM-Quads 525XC und 450XC noch nicht offiziell erhältlich sind konnte der elfmalige National Champion Farr laut Reglement seinen Titel in der Pro ATV Class nicht mit der KTM 450XC verteidigen. Die einzige Möglichkeit für ihn und sein neues KTM-Team in einer Rennserie zu starten besteht in der EDT. Inwieweit das befriedigend für den eingefleischten Racer Farr ist sei einmal dahingestellt. Doch besser als nichts. Außerdem kann man so wertvolle Erfahrungen mit dem Quad unter Rennbedingungen sammeln. Die EDT-Serie ist eine Mischung aus Short Track und Super Moto und erfreut sich in den USA steigender Beliebtheit. Am vergangenen Wochenende in Greenbrier, Arkansas, gab es in der Pit Box von KTM-USA neben der TT-Version für die EDT-Serie die neue KTM 525XC zu bewundern. Und die war im Serienzustand.

Entgegen den ersten Meldungen und Aussagen sind beide gesehenen KTM-Quads doch nicht wirklich Ready for Race. Man vermisst von vorneherein wirklich breite A-Arms und eine breite Achse. In dieser Angelegenheit hat eine Suzuki LT-R 450 immer noch die Nase vorne. Dafür ist wenigstens das hochwertige Öhlins-Trio vorne und hinten im KTM-Paket mit dabei. Der Rahmen beider Orange-Quads ist kein reiner Aluleichtbaurahmen wie z.B. in der neuen Kawasaki KFX 450R - dennoch soll das 450er KTM-Quad um die 160 kg wiegen. KTM verwendet bei beiden Quads den gleichen Rahmen. Das orange Baukastenprinzip spart so Entwicklungs-, Herstellungs-, und Lagerkosten. Interessant und schrecklich zugleich ist der Schrauben-Mix aus überwiegend Torx und anderen Schrauben. Glücklicherweise hat man die meisten Torx mit einem Sechskantkopf versehen. Für die Mechaniker bedeutet das aber in jedem Fall die Werkzeugkiste entsprechend aufzurüsten. 

Der 525er KTM-Motor leistet 53 PS und der kleine Bruder in der 450er 49 Pferdchen. Bereits in der neuen Polaris Outlaw 525 konnten wir dem großen Triebwerk auf den Zahn fühlen (siehe Outlaw 525: http://www.quadjournal.eu/atv-quad/2007-04/polaris-outlaw-525-video ). Magura liefert das Kupplungs- wie auch das Bremshebelset für die drei Scheibenbremsen an der KTM. Zwei Kolben jeweils vorne links und rechts garantieren Stopping-Power vom Feinsten. Der Rückwärtsgang liegt gut erreichbar über dem Kupplungshebel ebenfalls als Hebel gestaltet. Ob der Lenker serienmäßig höher liegt können wir nicht mit Gewissheit sagen. Sicher ist nur, das er wie auch der Auspufftopf - mit Alu-Außenhülle - sauber gearbeitet sind. Echte Hingucker eben. Der Tank fasst beim 525er Modell fast 15 Liter inklusive Reserve. Außerdem ist er besonders geformt, so dass der Fahrer bei Kurvenmanövern sehr guten Halt findet. Einen Kill-Switch (im englischen eigentlich: tether cord) findet man serienmäßig vorne links an der Plastikverkleidung.

Abschließend. Es bleibt zu hoffen, das KTM-USA die Bemühungen ihres neuen Quad Aushägeschilds Tim Farr zu würdigen weiß- auch wenn er (noch) nicht in der Pro ATV Class mitfahren kann. Denn ein Hinweis auf seinen Sieg in Arkansas fehlt auf der amerikansichen KTM-Webseite bislang. Und die Quads vermissen wir sowieso. Aber das wird wohl mit dem Beginn des offiziellen Verkaufstarts der beiden KTM-Quads ändern. Hoffentlich.

 

 

Ausführlichse Bildmaterial zur KTM 525XC: http://www.atvriders.com/gallery/2008ktm525xcatvphotogallery/index.html

… und zur 450XC (EDT-Edition): http://www.atvriders.com/gallery/2008ktmtimfarr450xcatvphotogallery/index.html

 

Fotos: Darin Wentz