Thundercat in Action (2 Videos)
Wer sich die ganze Zeit gefragt hat wie denn das neue ATV von Arctic Cat fährt und welche Fahreindrücke man mit nachhause nimmt: hier die Antwort. Kollegen der amerikanischen Presse hatten die Gelegenheit, die Riesenkatze zu (bändigen) fahren.
Randy Vannet, der den Filmbeitrag in englisch kommentiert, fährt Quads schon seit den Anfängen der Vierräder. Ein echter Enthusiast. Auf seiner Ranch veranstaltet Arctic Cat schon zum drittenmal eine Fahrzeug-Präsentation. 80 Hektar stehen den Testern zum Austoben zur Verfügung.
Randys Fahreindrücke:
“Im Vergleich zu der letzten Neuvorstellung von AC, den H1-ATVs, händelt die 950er hohe Geschwindigkeiten wesentlich besser. Mit den Vorgängermodellen zur Thundercat konnte man sehr gut und bequem bei geringem Tempo Hindernisse überwinden. Bei hohen Geschwindigkeiten gab es Probleme. Die neue Thundercat kann jetzt beides gleich gut. Eine zweite Sache, die mich schon immer bei den ACs ,war der hohe Schwerpunkt der ATVs. Mit der 950er hat man den Sitz mehr ins ATV gebaut, man sitzt tiefer. Das ATV fühlt sich wesentlich besser durch den niedrigeren Schwerpunkt an. Allerdings, wenn ich mein Gewicht nach hinten verlagere, stößt mein Steißbein jetzt öfters an den Gepäckträger an als das bei den Vorgängermodellen der Fall war.
Der neue flüssigkeitsgekühlte Zweizylinder mit Einspritzung hat ein bemerkenswertes Drehmoment. Der Motor ist enorm stark und kommt brutal im unteren Drehzahlbereich. Auch oben herum zieht und zieht der Zweizylinder. Meine gefahrene Höchstgeschwindigkeit lag so bei 135 km/h (sinngemäß: da geht noch mehr) ohne es exakt mit GPS nachgemessen zu haben. Das ist einfach fantastisch.
Immer noch würde ich gerne bei den AC-ATVs seperate Bremsen für vorne und hinten sehen. Wie bei einem Sportquad. Ich mag es einfach selber zu bestimmen, wieviel Bremskraft ich wo einsetze. Besonders dann, wenn es richtig hart auf hart kommt.
Der direkte Konkurrent zur Thundercat ist die Outlander 800 von Can Am. Ich habe beide gefahren, allerdings nicht im direkten Vergleich. Fährt man die Outlander hat man eine Wheeliemaschine. Es fühlt sich an als ob man jede Menge Power hat, und das hat sie auch, aber durch das ständige auf und ab beim Gasgeben, naja, nicht so toll. Durch die über 6 cm Verlängerung des AC-Chassis im hinteren Bereich hat die Thundercat diese Tendenz nicht. Wheelies kann sie auch aber das kontrolliert man. Ich meine die Thundercat hat wenigtens den Speed der Outlander - wenn nicht mehr.
Für wen ein solches ATV ist? Für den, der das größte und gewaltigste ATV auf dem Markt haben will. Das was die AC-ATVs aushalten haben sie in den Rennserein der WPSA (Quad-Terrain) mehr als bewiesen. Die Thundercat ist aber genauso für Trailfahren und Matsch (Mudriding; sehr beliebt als Rennen in den südlichen US-Staaten; die ATVs werden durch Höherlegung, Schnorchel und andere Anbauten für tiefe Schlammdurchfahrten umgerüstet). Ich bin schon gespannt was die Matschverrückten aus der Thundercat machen. Durch die Megapower des Motors, besonders in der Untersetzung, kann das ATV die größten Reifen locker vertragen”.
Thanks Randy.
Video Thundercat 950
(Das Pro Amour Video zu Beginn des eigentlichen Films muss man über sich ergehen lassen…):
http://www.atvscene.com/video07/machines/arcticcat/thundercatride.html
Im zweiten Film, wird kurz die Produktionsstätte der AC-ATVs und Quads in Minnesota gezeigt. Auf der Präsentation der Modellpalette konnte Testfahrer Brit Mansell (US Quadracer) erste Eindrücke beim sportlichen Geländeeinsatz sammeln.
Irgenwie hat Brit die Zeit beim Testfahren vergessen. Seit ein paar Stunden findet er mehr und mehr Gefallen an den für ihn ungewohnten und völlig neuen Sportgeräten. Lediglich sein Daumen scheint bei den kühlen Wetterbedingungen etwas gelitten zu haben. Auf dem Quad Terrain Challenge Kurs von AC hat er aber sichtlich Spaß - mehr als er eigentlich dachte. Über Felsen, über Baumstämme. Egal. Macht nur Fun. Als eingefleischter Sportquadfahrer gibt er dann zu, dass die Automatikgetriebe auch Vorteile haben. Man muss sich eben nicht ständig darum kümmern immer den richtigen Gang zu finden. Man drückt einfach den Gashebel durch.
Besonders beeindruckt ist er von der Felssektion und wie die ATVs da durch marschieren. E gibt aufgrund der hohen Bodenfreiheit kein Problem die Maschine dort aufzusetzen oder hängenzubleiben.
Brit denkt jetzt tatsächlich darüber nach, in die Quad Terrain Challenge einzusteigen.
Anschließend schildert Daryl Rath, der Quad Terrain Challenge Sieger 2006, wie und wie schnell man ein originales AC-ATV in ein Renn-ATV für die QTC verwandelt. Eines der wichtigsten Teile die ergänzt werden sind ordentliche Fußrasten. “Mit denen rutscht man dann bei der enormen Beanspruchung des Körpers nicht mehr mit dem Stiefel ab - besonders bei den feuchten Bedingungen eines Quad Terrain Laufs”. Auch ein Lenkungsdämpfer kommt zum Einsatz. “Als drittes Element haben wir die Reifen und Felgen getauscht. In den Felgen verfängt sich viel Matsch. Diese zusätzlichen Fliehgewichte sind nachteilig beim Beschleunigen - besonders aus den Kurven heraus. Der Ring außen stabiliert aber auch die Felge. In den Fels- und Baumstammsektionen fügen wird den Felgen nämlich brutal was zu. In den Reifen befinden sich Tire Balls (mehrere Gummkugel, die bei einem Loch im Reifenmantel ein Weiterfahren ermöglichen). Vorne und hinten wird dann abschließend noch ein Bumper montiert”.
Video Brit Mansell/Daryl Rath:
http://www.atvscene.com/video/machines/arcticcat/articcattour06.html









