GCC 2008: Finallauf Quad / ATV in Schefflenz
War das eine Schlammschlacht! Schon nach wenigen Metern hat man sich selbst im Spiegel -hätte denn einer zur Verfügung gestanden - nicht mehr wiedererkannt. Die Quads und ATVs wogen schon nach der ersten Runde zwischen 20 und 40 kg mehr. Der Lehm blieb einfach überall kleben. Und so war es nicht verwunderlich, dass sich besonders an den Auffahrten Dramen abspielten. Vor allem die Quad Fahrer waren reihenweise Opfer der widrigen Streckenverhältnisse. Die ATVs hatten bedingt durch ihren Allradantrieb diesmal einen echten Vorteil.
Schade nur, dass das Rennen nach 40 Minuten Laufzeit vorzeitig abgebrochen wurde. Denn dieses Mal konnten sich die schweren allradgetriebenen ATVs gegenüber ihren leichten sportlichen Kollegen, den Quads, so richtig in Szene setzen. Annähernd gleiche Rundenzeiten hätten womöglich am Ende des Rennens den ersten Zeitsieg eines ATVs gegenüber einem Quad in der GCC-Serie 2008 bedeutet. Doch die Verantwortlichen hatten ein Einsehen angesichts der vielen Quads, die dem Lehm zum Opfer fielen.
Der Lehm hatte aber noch eine ganz andere Auswirkung. Bei den Quads wie auch bei den ATVs wurden die Punkteergebnisse ordentlich durcheinander gewirbelt und so der Ausgang der Meisterschaft noch im letzten Rennen auf einigen Positionen maßgeblich verändert. Bei den Quads traf es besonders Ralf Papst. Er lag hinter Nico Richter auf dem zweiten Gesamtplatz. Weil er in der letzten Runde des Rennens in Schefflenz steckenblieb rutschte er durch seinen dadurch bedingten 20sten Platz vom zweiten auf den vierten Gesamtrang. Meisterschaftszweiter wurde deshalb Andy Green vom Mohr Racing Team. Nur einen Punkt dahinter landete Michael Grimm vom Team Quad X Berlin.
Bei den ATVs war es ähnlich. Michael Krambehr, der verletzungsbedingt nicht aktiv im Rennen mitmischte, hatte bereits vor dem Lauf in Schefflenz den Gesamtsieg der GCC ATV Meisterschaft in der Tasche. Auch die Position zwei war punktemäßig uneinholbar bereits an Stefan Herbst vergeben. Doch dahinter war noch alles möglich. Durch seinen ersten Saisonsieg holte sich Nico Wiesel deshalb am Ende der Saison den dritten Platz in der Meisterschaft vor Jörg Thielecke und Matthias Mockenhaupt.
Spannend bleibt es für das nächste Jahr. Zumindest für die ATV-Fahrer. Denn im Gegensatz zu den Quads, die 2009 in zwei Gruppen, den XC Quad Pro und XC Quad Sport antreten werden sind die ATVs noch nicht so richtig sortiert. Zwar werden sie bei den XC Quad Sport mitfahren, doch ob es eine eigene ATV-Wertung geben wird, dass entscheidet sich erst im nächsten Frühjahr. Wünschenswert wäre eine eigene ATV-Meisterschaft auf jeden Fall. Denn sonst wäre der Sinn einer Teilnahme mit einem ATV in einem von schnellen Quads geprägtem Starterfeld von vorneherein fragwürdig. Wir vom Quadjournal wünschen uns eine ähnliche Aufteilung wie bei den Quads, um auch neuen Fahrern die GCC-Serie im ATV-Bereich schmackhaft zu machen.
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