Klimatisierter Helm
Wer hat in der der wärmeren Jahreszeit nicht schon davon geträumt einen klimatisierten Helm zu haben? Schön kühl, sodass die Birne nach dem Absetzen nicht mehr wie eine Ampel auf Dauer-Rot aussieht und die Haare nicht pitschnass wie nach dem Duschen sind. Ein Helmhersteller kommt diesem Wunsch mit seinem Produkt jetzt sehr nahe. Ich hatte den Helm der US-Firma Klim am Wochenende zum ersten Test beim Trainieren auf der Crossstrecke dabei. Einfach cool!
Irgendwie erinnert der Helm schon an die Sturmtruppen in den Starwarsfilmen. Schnell erkennt man jedoch wie findig die Konstrukteure bei den vielen Lufteinlässen waren. Besonders auffällig sind die drei Abstufungen am hinteren Teil mit ihren “Kühlrippen”. Das hat was von dem bekannten Opernhaus in Sydney. Der innere Bereich sieht wie ein Tragegitter aus, aber sehr edel gearbeitet. Es lässt sich zum Waschen heraustrennen. Der Halteriemen ist angenehm gepolstert. Der Sonnenschild ist mit drei Schrauben in seiner Stellung fixierbar. Ein Ersatzschild, eine praktische Tragetasche und Winterschutz gehören zur Serienausstattung. Nachgeprüft bringt der Helm 1.495 Gramm auf die Waage.

Bild: “Kühlrippen” des Klim Helms
Aussehen hin oder her. Gibt es bei dem Helm das versprochenere kühlere Feeling? Aufsetzten und los geht’s.

Bild: Belüftungswege im inneren Teil des Klim Helms
Die ersten Runden sind gedreht. Der Helm sitzt sehr gut und ist bequem zu tragen. Kein Unterschied zu einem herkömmlichen Kopfschutz. Spürbar viel Luft strömt vorne durch die Öffnungen im Mundbereich. Erwartet hatte ich in den Haaren allerdings so eine Art Föneffekt. Doch der bleibt aus. Nur wieder so ein Werbegag?
Es ist mittlerweile kurz vor 12 Uhr Mittags. Die Sonne knallt vom Himmel was das Zeug hält. Ich halte kurz zur Trinkpause nach 45 Minuten auf der Strecke, nehme den Helm ab und fahre mir durch die Haare. Zu meiner positiven Überraschung sind die zum allergrößten Teil trocken. Beim Blick in den Seitenspiegel meines Autos ist die Birne nicht halb so rot wie sonst. Der Griff in den Helm zeigt, dass der weitesgehend innen am Futter ebenfalls trocken ist. Mein Helm, den ich sonst benutze, wäre jetzt schon klatschnass gewesen. Insgesamt fühle ich mich fit und nicht so als wäre ich gerade aus dem Backofen gekommen. Der Schweißfluss Richtung Brilleninnteil ist diesemal auch ausgeblieben.

Bild: Klim Helm immer inklusive praktischer Tragetasche und …

Bild: … praktischem Winterzubehör (Mundschutz, Windstopper für den Kopf)
Erstes Fazit nach insgesamt eineinhalb Stunden auf der Crosspiste mit der Polaris XP und dem Klim Helm auf dem Kopf: Tatsächlich ermöglicht der Helm durch seine Bauweise ein wesentlich bessere Luftkühlung als gewöhnliche Helme, die ich bisher getragen habe - und das waren einige!
Den ultimativen Härtetest gibt es am Wochenende beim Endurance Day in Torgau. 12 Stunden Ironman. Ich schätze meine echte Fahrzeit auf ca. 8-9 Stunden ein. Und so wie es aussieht wird es warm. Da ist es nicht schlecht, einen kühlen Kopf zu bewahren.
Wer Interesse an dem Helm hat wendet sich an Klim USA direkt. Ein deutscher Importeur ist in Arbeit.






